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Das Ehrenamt

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Was tun im Notfall?

Der erste Schritt und die wesentliche Vorbereitung für alle weiteren Maßnahmen ist es, sich einmal ganz in Ruhe klar zu machen, was zu tun ist, wenn ein Notfall eintritt.

Diese Vorbereitung ist ungeheuer wichtig, denn in der konkreten Situation können die nötigen Schritte viel schneller getan werden, wenn sie vorher einmal durchdacht wurden und vielleicht wichtige Rufnummern notiert wurden.

Die Devise heißt Erkennen (was ist geschehen), Nachdenken (was muss ich tun, wie kann ich Hilfe rufen), aktiv werden!

Bewahren Sie Ruhe, verschaffen Sie sich einen Überblick, über das, was passiert ist und trösten Sie Ihr Kind. Bitte keine Vorwürfe - weder an das Kind selbst, noch an sonst jemanden.

Bei den folgenden 5 Schritten sprechen Fachleute vom "Aktivieren der Rettungskette". Der Begriff will deutlich machen, dass jedes einzelne Glied der Kette im Ernstfall funktionieren muss, dass all diese Schritte notwendig sind, um den Verletzten zu retten:

1.  Sofortmaßnahmen

Retten Sie das Kind wenn nötig zunächst aus dem Gefahrenbereich und führen Sie die ersten lebensrettenden Sofortmaßnahmen durch (was hier zu tun ist, werden wir für den Einzelfall noch erläutern). Achten Sie dabei auch auf Ihren Eigenschutz (z.B. bei Eiseinbruch, Stromschlag, etc.). Kontrollieren Sie Atmung und Puls, prüfen Sie den Herzschlag und versichern Sie sich, dass die Atemwege frei sind.  

2.  Notruf 112

Sind weitere Personen zugegen, sollten diese sofort den Notruf wählen.

Sonst müssen Sie selbst unbedingt so schnell wie möglich Hilfe rufen - telefonisch oder direkt.

 

Die Notruf-Nummer 112 ist grundsätzlich gebührenfrei und gilt in ganz Deutschland einheitlich ohne Vorwahl.

Notieren Sie diese Nummer auf oder bei ihrem Telefon bzw. programmieren Sie sie in Ihrem Handy. Denn in der Aufregung können einem selbst kurze Nummern entfallen. Eventuell können Sie auch die folgende Liste der wichtigsten Informationen notieren, die der Notdienst braucht.

Diese Informationen braucht der Rettungsdienst unbedingt:

Wer meldet? Ihren Namen

Wo ist es passiert? Genaue Ortsangabe des Notfalls (Adresse mit Straße, Hausnummer, Bezirk, ggf. mit Stockwerk, Vorderhaus, Name am Klingelschild)

Was ist passiert? Art der Verletzung, Alter des verletzten Kindes, Bewusstseinszustand

Wieviele Verletzte? (meist bei Kindernotfall nicht nötig)

Warten auf Rückfragen (Wenn Sie am Notfallort erreichbar sind, hinterlassen Sie auf jeden Fall die Telefonnummer! Sollte es bei der Wegbeschreibung Schwierigkeiten geben, kann so rückgefragt werden.)

Sie erreichen den Notruf 112 über:

Telefon

Handy (solange der Akku geladen ist, können Sie Notrufe per Handy in der Regel immer ausführen, auch ohne Pin-Eingabe und bei leerer Karte)

Notrufsäule

Telefonzelle (Notrufe können Sie auch ohne Kleingeld oder Telefonkarte ausführen!).

Taxis oder öffentliche Verkehrsmittel können über Funk den Notruf erreichen.

Die Notruf-Nummer 112 führt direkt zur Rettungsdienst-Zentrale, doch werden auch Notrufe über den Polizei-Notruf 110 weitergeleitet. Allerdings bedeutet das eine Zeitverzögerung.     

Setzen Sie sich bitte nicht selbst ins Auto und fahren Sie zur Klinik, sondern lassen Sie den Rettungsdienst kommen. Der Rettungsdienst ist schneller und Sie können sich während des Transports nicht angemessen um Ihr Kind kümmern. Dies wäre nur dann eine Option, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, Hilfe zu bekommen.

3.  Erste Hilfe-Maßnahmen

Führen Sie weitere Erste Hilfe-Maßnahmen durch, während Sie auf den Rettungsdienst warten. Trösten Sie ihr Kind und erklären Sie ihm die Situation altersgerecht, aber ehrlich.

Wenn Sie aufgrund von Atem- oder Herzstillstand mit der Beatmung oder Wiederbelebung beginnen mussten, hören Sie erst auf, wenn der Rettungsdienst oder der Notarzt eingetroffen sind.

4.  Eintreffen des Rettungsdienstes

Ist dafür gesorgt, dass der Rettungsdienst in die Wohnung hereinkommen kann, falls das Unglück sich zu Hause ereignet hat?

5.  Krankenhaus

Es liegt im Ermessen des Rettungsdienstes, ob Sie im Rettungsfahrzeug mitfahren dürfen oder nicht. Normalerweise kann höchstens ein Elternteil im Rettungswagen mitfahren.

Sollten Sie, der andere Elternteil oder eine Begleitperson nicht mitfahren können, fragen Sie, in welches Krankenhaus das Kind gebracht wird und fahren Sie selbst per Auto oder besser Taxi dorthin.  

In den nächsten Wochen werden wir Ihnen zu den verschiedensten Notfall-Situationen ganz konkrete Erste Hilfe-Maßnahmen vermitteln. Vorgesehen sind Themen wie: Verbrennungen, Vergiftungen, Verätzungen, Verschlucken, Ertrinkungsunfälle, Stromschlag, u.a.

 

 

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